Gerhard Polt erhält den Bayerischen Verdienstorden

Kurz nach 16 Uhr am 18. Oktober 2021 im Münchner Prinz-Carl-Palais: Der Kabarettist Gerhard Polt erhält den Bayerischen Verdienstorden. Verliehen eigentlich schon Anfang Juli 2021, erhielt er ihn jetzt mit ein paar Monaten Verspätung vom Bayerischen Ministerpräsidenten persönlich, von Markus Söder, der durchaus leger – und übers Wochenende nicht rasiert – auftrat.

Eine launische Dankesrede von Gerhard Polt gab es nicht, er bedankte sich einfach nur, bemerkenswert einsilbig. Lediglich auf Journalist*innenfragen antwortete Gerhard Polt etwas ausführlicher, zitierte dabei auch den österreichischen Schriftsteller Alfred Polgar und sprach über Wilhelm Busch.

Nach 15 Minuten war alles vorbei.

Nachhaltige Mode in den Riem Arcaden – Top-Model Barbara Meier unterstützt Schuhmarke IPANEMA

Top-Model Barbara Meier mit IPANEMA-Geschäftsführer Christian Schwarz

Ein Zentrum nachhaltiger Mode. Das sollen die Münchner Riem-Arkaden heute werden. Die Riem-Arkaden, ein Shopping Center beherbergt ein eigenes Parkhaus, das Novotel Neue Messe München, ein Motel One, Wohnungen, ein Kulturzentrum sowie ein Bürogebäude. Und zwar im Münchner Osten auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Riem.

 

Was ist da los in den Riem-Arkaden? „Nach dem Motto ‚Always Fair, Always IPANEMA‘ wird der 16. August 2019 zu einem echten Nachhaltigkeits-Tag in den Münchener Riem Arcaden“ (Pressematerial). Denn die Schuh-Marke IPANEMA wird dort ihre neueste Kollektion vorstellen. Mode und Nachhaltigkeit schließen einander nicht aus, hieß es, und die Sandalen dieser Marke sind, so erfuhr man heute auf einer Pressekonferenz – bzw. im Pressematerial – der PB Bade & Freizeitmode GmbH, die Schuhe dieser Marke in Deutschland exklusiv vertreibt, „modische Hingucker“ und sie „unterstützen aktiv den Umweltschutz.

Tatsächlich werden die Schuhe in Brasilien von dem Familienunternehmen Grendene produziert, welches sich nach den Angen im Pressematerial insbesondere für nachhaltige Produktionsbedingungen und soziales Engagement auszeichnet: “ Die IPANEMA-Kollektion interpretiert nicht nur das brasilianische Lebensgefühl, alle Schuhe sind 100% recyclebar und 100% vegan“, heißt es da.

Die Siegerin der zweiten Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ Barbara Meier – sie gilt seit langem als Botschafterin für Nachhaltigkeit – unterstützt aktiv die umweltfreundliche Schuhmode von IPANEMA.

Heute konnte man sie – im Vorfeld der Promotion-Veranstaltung „Meet & Greet“ – gemeinsam mit dem Geschäftsführer der PB Bade & Freizeitmode GmbH, Christian Schwarz, in einer Pressekonferenz erleben. Sie erklärt darin auch, wie Sie – mit ihren Mitteln – selbst begonnen hat, nachhaltig zu leben.


Hier ein Mitschnitt der Pressekonferenz als Video:


Video Barbara Meier – Am Ipanema-Deutschland-Pop-up-Store stellt sie die neue Schuhkollektion vor

Video von Jerzy Wasner

Der Tag des Bayerischen Bieres

„Bayern ist die Vorstufe zum Paradies“, so sagte es nicht nur unermüdlich Horst Seehofer, ehemals hauptamtlich dafür verantwortlich als Minister­präsi­dent, so sehen es viele Bayern und solche, die es werden wollen. Und ein Grund, warum das viele so sehen, ist – wen kann das noch wundern an einem Tag wie diesem – das Bayerische Bier. Und der Tag des Bayerischen Bieres, heute am ersten Werktag nach Ostern, ist ein inoffizieller Feiertag, an dem der Bayerische Brauerbund Freibier spendiert. Großartig!


Auch der Bierbrunnen in München sprudelte heute ab 11 Uhr wieder vor dem Brauerhaus am Oskar-von-Miller-Ring. 3 Sorten Freibier! Wer Zeit hat kommt und sucht sich einen der knappen Plätze im improvisierten Biergarten. Wohl dem, der sich diesen Tag frei nehmen kann.

Verfehlen kann man den Ort nicht, denn von weitem schon zeigt sich ein riesiger Maßkrug wie ein Leuchtturm und weist dem Durstigen den Weg zum Oskar-von-Miller-Ring. Wer erst um 11 Uhr kommt, findet kaum noch einen Platz und muss sich zudem hinten anstellen am Bierbrunnen. Für 3 EUR einen Bierkrug leihen? Ja, wer nicht gut vorbereitet sein eigenes Trinkgefäß dabei hatte, der konnte das tun – und sich das Bier bei Blasmusik und Gebratenem zu zivilen Preisen schmecken lassen.

Das Wetter? Ein Traum, so rechtes Biergartenwetter, das man so schön im April doch selten findet. Heuer scheint die Sonne aber fast schon im Übermaß. Und so war der Andrang natürlich groß, aber doch immer noch überschaubar. Die Stimmung gut und entspannt. So soll es sein.

Die amtierende Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler und die Hallertauer Hopfenkönigin Katharina Maier eröffneten die Veranstaltung in München, gemeinsam mit Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes und Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbundes. Die Schirmherrschaft über den Tag des Bieres und die Bayerische Bierwoche hat Staatsministerin Michaela Kaniber übernommen. Die für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zuständige Ministerin hat man in dem Getümmel um den Bierbrunnen allerdings selbst nicht gesehen.


Videobeitrag Tag des Bayerischen Bieres:

Video: Hans Schultheiß (muenchnerschaufenster.de)


Mandana – Circuskunst neu geträumt
Außergewöhnliches Programm im Cirkus-Krone-Zelt auf der Theresienwiese (4. bis 15.04.2019)

Vorstellung des neuen Programms Mandana im Zirkuszelt des Circus Krone
Foto: Michael Lucan

Der Circus Krone – einer der größten Zirkusse in Europa – möchte etwas Neues ausprobieren.
Eine fabelhafte Welt voller Poesie, Anmut und Romantik soll die Besucher des Krone-Zelts auf der Theresienwiese begeistern. Die Manege stellt dabei den Innenhof eines Palastes dar, und speziell komponierte Musik will die Zuschauer in die Welt des Circus vor vielen, vielen Jahren entführen.


Soviel kann man sagen: „Mandana – Circuskunst neu geträumt“ ist eine mitreißende Geschichte mit viel Humor und faszinierenden Zirkuselementen, verbunden zu außergewöhnlicher Unterhaltungskunst.

Aus dem Pressematerial des Circus Krone

„Mandana“,der Titel der Show, ist kein Zufall: Jana „Mandana“ Lacey Krone trägt diesen Namen, gleichzeitig ist es der Name einer persischen Prinzessin.
Beide stehen Pate für die Figur der Pferdeprinzessin, deren Liebe zu ihrem Löwenmann,zahlreiche Barrieren überwindet.
Denn Pferde sind die Leidenschaft von Jana Mandana Lacey-Krone. Und Löwen und Tiger sind sein Metier: Martin Lacey jr. zeigt seit Jahren, wie mit Vertrauen, Geduld und viel Liebe zu den Tieren auch eine Arbeit mit gefährlichen Raubtieren möglich ist.
Mehrfach ausgezeichnet beim Zirkusfestival in Monte Carlo – der einzige, der mit Raubtieren jemals den „Goldenen Clown“ in Monte Carlo verliehen bekam – versprechen er und seine faszinierenden Tiere, Nervenkitzel und Spannung.
Grandiose Kunst auf dem Hochseil in 10 Meter Höhe, furiose Trampolinkunst und die unglaubliche Körperkunst von Klischnigg Artist Aleksandr Batuev: Das Publikum kann sich auf zauberhafte Stunden freuen, an dem es den Circus mit anderen Augen sehen wird.

Jana Mandana Lacey-Krone informiert über das neue Programm

„Wir haben den Urspung des Circus Krone in eine Geschichte verpackt“, sagt Jana Mandana Lacey-Krone. „Uns macht unsere eigene Geschichte aus. Wer sind wir? Wie sind wir? Die Show basiert auf wahren Begebenheiten. Und es geht auch um die Verbindung von Mensch und Tier.“

Es ist, so beschreibt es die Chefin des Cirkus Krone, „eine Geschichte über die positive Kraft der Liebe, dargeboten mit atemberaubender Artistik, majestätischen Tieren, und kunstvoller Komik.“

Mandana –Circuskunst neu geträumt

Weltpremiere 4.04. – 15.04.2019
auf der Theresienwiese in München

Weitere Tourneedaten unter: www.circus-krone.de


Löwendompteur Martin Lacey jr.

Martin Lacey jr.: „Es ist wirklich etwas Besonderes, es ist ein ganz anderes Programm als unsere bisherigen Programme, auch wenn meine Löwen mit dabei sein werden, Janas Pferde und viele, viele Artisten.“

Die Techniker des Zirkus haben, so Martin Lacey jr., monatelang an einer neuen Bühne gearbeitet, die das Gefühl vermittelt, nicht nur Zuschauer zu sein, sondern wirklich mitten in einem Zirkus-Palast zu sitzen. Auch Licht und Ton werden entsprechend eingesetzt.

Martin Lacey jr.: „Ich bin sicher, es wird ein wunderschöner Abend bzw. Nachmittag, und wir sind darauf sehr stolz.“

Bence Vági, Regisseur und Choreograf

Das Programm wird inszeniert von Bence Vági – mehrfach ausgezeichnet, zuletzt als Gewinner des Edinburgh Festival Fringe 2018. Er beschreibt, wie der Plan, die Geschichte des Cirkus Krone zu erzählen, angegangen wurde: „Wir haben mehr als 100 Jahre Geschichte auf den Tisch gelegt. Alle Fotos, alle Kostüme, alle Designs haben wir uns angeschaut. Dadurch kam es zu der Palast-Dekoration im persischen Stil. Die ganze Geschichte beinhaltet die Vergangenheit des Circus Krone.“
Bence Vági, ausgebildet in zeitgenössischem und klassischem Tanz ist Regisseur und Choreograf und ein gefragter Künstler, der neue, wegweisende Formen des Zirkus- und Körpertheaters entwickelt und einsetzt.
Dennoch: „Eine moderne Form von Circus zu erschaffen, gelingt nur, wenn man die Traditionen respektiert“ ist das Motto mit dem Bence Vági sein Konzept für die neue Show des Circus Krone entwickelte, eine Hommage an den Zirkus in seiner ursprünglichen und traditionellen Form.

„Mandana – Circuskunst neu geträumt“ ist ein Programm für die ganze Familie. Für Menschen mit Fantasie, für Liebhaber des Circus, für anspruchsvolle Theaterkenner, für Neugierige, für Romantiker. Und für die, die gerne lachen und träumen … ein Zirkusprogramm, das neben Sensationen aller Art auch Elemente aus dem Theater enthält.


Video der Pressekonferenz

Video: Hans Schultheiß (muenchnerschaufenster.de)


Bildergalerie


Circus Krone bringt im März 2019 sein 3. Jubiläumsprogramm

Es ist wieder soweit. Wieder ein neues Programm im Circus Krone, diesmal das dritte. Der Münchner Traditionszirkus zeigt sein komplett neues Show-Programm mit 30 Weltklasse-Artisten aus 10 verschiedenen Ländern im März im Kronebau in der Marsstraße. Mit insgesamt 50 Vorstellungen – auch in der Faschingszeit – werden dort wieder alle Facetten klassischer und moderner Zirkuskunst präsentiert.

Premiere des 3. Programms: 1. März 2019

100 Jahre Circus Krone München – 100 Jahre sind eine lange Zeit und ein großes Jubiläum. Der Circus Krone nimmt es als Anlass zum Feiern und präsentiert im 3. Programm vom 1. bis 31. März 2019 das Beste, was er zu bieten hat: eine „Parade der Circuskunst“ mit grandiosen Leistungen, mit Pferden, Segway, Tigern und Breakdance. Mit Elefanten, Kamelen und allem, was man sonst vom und im Zirkus erwartet: Die Balder-Clowns als umwerfend lustiges Trio, die Bauer-Show (hoch in der Luft), und die schon legendären Körbchen-Pferde des Circus Krone. Mehr Details zum Circus-Krone-Programm weiter unten.

4. April – 14. April 2019 – Zeltzirkus auf der Theresienwiese

Das neue Programm – als „Weltpremiere“ im Zeltzirkus in der ersten April-Hälfte auf der Theresienwiese in München – trägt den Titel „Mandana – Circuskunst neu geträumt“ – und soll den klassischen Zirkus frisch interpretieren.

Dabei werden nun auch die Münchner die größte Zeltstadt der Welt – eben den Circus Krone – erstmals so sehen können, wie ihn sonst „nur“ das Publikum der Sommertourneen des Zirkus‘ kennt: Im Zeltzirkus. Bis es vom 4. bis 14. April 2019 soweit ist, geht das Programm im Kronebau – unter dem Jubiläums-Motto „Der Tradition verpflichtet, die Zukunft im Visier“ – wie gewohnt weiter.

3. Programm der Jubiläums-Spielzeit (1. – 31. März 2019)

Vorstellungen:

  • Montags: spielfrei
  • Dienstag und Donnerstag: 20:00 Uhr
  • Mittwoch, Freitag und Samstag: 15:00 Uhr und 20:00 Uhr
  • Sonntag: 14:30 und 18:30 Uhr

In der Faschings-Ferienwoche (4. – 9. März) gibt es täglich zwei Vorstellungen (um 15:00 Uhr und 20:00 Uhr), auch an Rosenmontag und Faschingsdienstag.
Tickets gibts an den Zirkuskassen, unter www.muenchenticket.de sowie an allen München-Ticket-Vorverkaufsstellen.
Telefonische Reservierung: 089 / 545 80 80 (14 Tage im Voraus)

Eintrittspreise: EUR 17,00 bis EUR 46,00

Im Rahmen einer Führung kann der Krone-Zoo noch bis zum 24. März 2019 immer sonntags von 13:00 Uhr bis 17:00 besucht werden.

Im Video von Hans Schultheiß (vom muenchnerschaufenster.de) gibts die Informationen des Circus Krone aus erster Hand:

Video: Hans Schultheiß (muenchnerschaufenster.de)

Details der dritten Jubiläums-Winterspielzeit

Circusdirektorin JANA LACEY-KRONE führt die Tradition fort und präsentiert zusammen mit James Puydebois (Frankreich) die Wappentiere des Hauses: Krones Graue Riesen. Zwei schwergewichtige Meisterwerke der Natur geben sich die Ehre und entführen mit eleganter Imposanz in eine Traumwelt. Gekonnt zeigen sie neue Facetten ihres Könnens und erweisen sich als Bewegungskünstler par excellence – in vertrauensvollem Zusammenspiel mit ihren Tierlehrern. Voller Stolz offerieren sie sich als sensible, feinfühlige Manegenpartner und belegen, wie vielseitig das Band zwischen Mensch und Elefant sein kann. Ein tierischer Hochgenuß dank BARA und BURMA, klassisch und wunderschön (Neu arrangiert für München). 

SHIRIN & ALEXIS (Schweiz, Deutschland) lassen einen Hauch Arabiens durch die Manege wehen. Krones Jüngste überraschen diesmal mit einer einfallsreichen Kameldressur aus 1001-Nacht. Wie Freiheitspferde lassen sie die vier Wüstenschiffe agieren und zeigen deren Künste. Applaus für ein schönes Bild wippender Höcker und wolliger Winterschönheiten – und die Next New Generation. Übrigens, Alexis (11) ist der Sohn von Jana Mandana Lacey-Krone und Martin Lacery jr. und Shirin (12) seine Cousine. Freie Fahrt für den Krone-Nachwuchs! (Neu für München). 

HANS-LUDWIG SUPPMEIER (Deutschland) zeigt die Wiedergeburt eines Krone-Klassikers und offeriert ein hippologisches Potpourri mit prachtvollen Araberhengsten. Manege frei für die legendären „Körbchen-Pferde“, eine Paradenummer von Christel Sembach-Krone, oft gewünscht und vom Publikum heiß geliebt, umrahmt von Freiheitsdressuren und Steigern. Getragen vom Rhythmus der Musik aus Mary Poppins gefallen die temperamentvollen Schimmel ELNOUR, MAHWARDI, SAMIR und ARION in einer Dressur-Vision mit „Stop and Go“ und eleganten Drehmomenten. Eine magische White-Horse-Fantasy, bei der die Tiere mitdenken. Neu einstudiert und präsentiert von Hans-Ludwig Suppmeier (60), einem Meisterschüler der Grande Dame der Circuswelt. Aufgewachsen und ausgebildet im Circus Krone und nun aus der Ferne heimgekehrt. (Neu choreographiert für München 2019) 

DAS TRIO BALDER (Portugal) ist wieder da in seiner Original-Besetzung mit Weißclown Emiliano und den beiden dummen Augusten Berty und Sydney. Gleich fünf Auftritte geben die komischen Drei zum Besten und freuen sich auf das Münchner Publikum, dem sie noch einmal beweisen möchten, wie groß die Palette ihres Könnens ist. Bei ihnen liegt die Komik in guten Händen. Drei herrlich alberne Spaßmacher, die mit Klamauk, Musik und Humor für ausgelassene Stimmung sorgen. Immer auf der Suche nach dem besten Gag stolpern sie durchs Sägemehl und bringen ein wunderbares Stück Chaos in die Manege. Ihre Auftritte drehen sich um Pleiten, Pech und Pannen, sei es bei Dreharbeiten im Saloon, Duelle im Zeitlupentempo oder einer lustigen Vogel-Strauß-Parodie. Alles garniert mit viel Musik. (Neue Späße für München). 

DIE BAUER-SHOW (Schweiz, Deutschland) fasziniert mit Motorradkünsten auf dem Hochseil. Speed, Spannung und Suspense sind angesagt, wenn Pierre, Rachel und Luzia auf dem dröhnenden Motorrad hoch oben über die Köpfe des Publikums hinweg rauschen. Herzklopfen und weiche Knie sind auch garantiert, wenn die beiden bildhübschen Mädchen auf dem unter den Motorrad hängenden Trapez doppelten Fußhang und andere Waghalsigkeiten präsentieren. Das Motorrad auf dem Hochseil ist eine spektakuläre Tradition der Familie Bauer-Nock in achter Generation und feiert in diesem Programm sein sensationelles Comeback im Circus Kronebau. Fesselnd, wagemutig und sexy zeigen die Bauers atemberaubende Luftartistik hoch unter der Circuskuppel – mit einer umgebauten, getunten Kawasaki 350 ccm. (Nach über 20 Jahren wieder einmal in München). 

Rachel Bauer (19) ist übrigens die Tochter von Pierre Bauer und Rebecca Siemoneit-Barum (= Iffi Zenker aus der Lindenstraße). Frisch von der Circusschule in Verona feiert sie nun ihr Krone-Debut. Deutschlandweit bekannt wurde sie aber durch einen Auftritt beim RTL–Supertalent als Luftartistin in einem Goldenen Vogelkäfig. 

SARAH HOUCKE (Frankreich) hat ein Herz für Raubtiere. Sie präsentiert fünf reinrassige Bengaltiger aus dem Hause Lacey in einfühlsamer und liebevoller Weise. Mit ihnen liebt sie die Harmonie und bringt die natürliche Schönheit der gefährlichen Dschungelkönige bestens zur Geltung. In einer „Dressur der leisen Töne“ dominieren naturnahe Bewegungen und elegante Sprünge. Pyramide, Hochsitzer, Wälzen und lebender Teppich folgen und werden mit viel Körperkontakt hautnah offeriert. Ein wahres „Fest der Liebe“, das in einem spannenden Übersprung gipfelt. Schöne Tiere und eine schöne Frau – was will man mehr? Die 41jährige Tierlehrerin ist ein „Katzenmensch“ und in fünfter Generation im Circus aktiv. Seit über 20 Jahren arbeitet sie Aug in Aug mit den majestätischen Raubtieren. Zuletzt in den USA bei Ringling Brothers, Barnum & Bailey, wo sie als „Tiger Whisperer“ zum Headliner und Plakatmotiv wurde. Nun ist sie auf Kuschelkurs wieder hier in Deutschland (Neu für München). 

MENNO & EMILY VAN DYKE (Niederlande, Frankreich) tanzen einen Tango – mit Bällen und Keulen. Die Musik des legemdären Tango-Virtuosen Astor Piazolla inspirierte die jungen Künstler zu einer einmaligen Choreographie aus Tanz, Akrobatik und Jonglage. Federleicht sind ihre Künste mit perfekten Ballwechseln im Takte der Musik. Ein Spiel mit und gegen die Schwerkraft. Die durch die Luft wirbelnden Bälle, Keulen und Beine bieten ein wunderschönes Schauspiel im Tango-Glück. Die französische Lido-Tänzerin und der mehrfach prämierte Tempo-Jongleur aus Amsterdam waren wohlgeraten, ihre gemeinsame Liebe mit amüsanten Ballwechseln und Tango-Jonglagen zu krönen. Ausgezeichnet bei Circus-Festivals in Moskau, China, Paris und Monte Carlo. Nun erstmals in München. Zu den Klängen von Libertango und Milonga del Angel. (Neu für München – München-Premiere). 

LES SANDROS (Portugal, Frankreich) beherrschen Rola-Rola-Balancen perfekt. So nennt man in der Fachsprache das Balancieren auf querliegenden Rollen. Immer höher und risikoreicher stapelt Alexandre Monteiro seine Rola-Türme und beweist dabei äußerste Standfestigkeit. Alles eine Frage der Balance. Selbst vor Handstand-Variationen, 360-Grad-Drehungen und Fuß-Jonglagen macht er nicht halt. Ein High-Speed-Vergnügen sind auch seine Gleichgewichts-Balancen zu Sieben-Brett-Hoch, charmant unterstützt von Partnerin Nathalie. Kein Wunder, daß er jahrelang Gast im Cirque du Soleil und Moulin Rouge war und in Monte Carlo ausgezeichnet wurde. Toughe Action mit bewundernswertem Mut zum Risiko, denn so ein hoher instabiler Turm aus Rollen und Bretter fällt schnell in sich zusammen…. (Neu für München). 

DIE BAUERS (Schweiz, Deutschland) wollen auch diesmal hoch hinaus und präsentieren wagemutige Akrobatik und atemberaubende Stunts auf meterhohen Masten. Eine Tradition der Deutsch-Schweizer Artistenfamlie Bauer-Nock, die nun von Rachel Bauer und Luzia Bonilla in achter Generation fortgeführt wird. Die hübschen Girls erklimmen die 13 Meter hohen Aluminium-Masten im traditionellen „Matrosen-Look“ ihrer Vorfahren und schwanken mit diesen wie ein Schiffsmast im Wind mehrere Meter in jeder Richtung. Hart am Herzschlag interpretieren sie die uralte wagemutige Circustradition neu. Der todesmutige Tausch der Masten fehlt jedoch genauso wenig wie der Sturz im freien Fall von Papa Bauer. Atemberaubend und nerven-zerfetzend. Trauen Sie sich hinzuschauen! (Neu einstudiert für München). 

ARTISTS OF DANCE (Ungarn) erobern die Manege mit einem ideenreichen Cross-Over: Breakdance in Lederhosen. Tradition trifft Moderne! Frei nach dem Motto: „Man muß machen, was andere nicht tun“, verbinden die fünf Boys Streetdance mit Bavarian Feeling, Turnschuh mit Tracht und alpenländische Musik mit coolen Rhythms. Gekonnt starten sie die Schlußoffensive im actionreichen März-Programm und sorgen für mächtig Wirbel. Sie brillieren mit getanzten Kaskaden und Kampfszenen in einer ausgefeilten Choreographie und erobern das Publikum mit Power, Beats und Akrobatik. Zoltan, Peter, Daniel, Matyas und Gabor heißen die fünf Absolventen der Budapester Circusschule, die wirklich Paprika im Blut haben. Sie tanzen sich die Seele aus dem Leib und setzen Musik in Action um. Mit viel Augenzwinkern beweisen sie, daß Breakdance und Bayern perfekt zusammenpassen – nicht nur zur Wiesn-Zeit. Eine Auftragsproduktion des Circus Krone. (Neu für München). 

DUO SEGWAY (Kasachstan) betritt mit seinen Hoverboards völliges Neuland im Circus. Das moderne Requisit feiert Premiere im Kronebau. Auf ihm machen die beiden Power-Frauen eine Spritztour durch die Manege und drehen weite Kreise „Zwei-Girls-Hoch“. Sie steigen sich gegenseitig zu Kopf und offerieren Partner-Kunststücke auf schwankenden Niveau. Jede Sekunde wird hier zur nervlichen Zerreißprobe. Wahrlich, diese beiden Supergirls haben ihren Gleichgewichtssinn gut im Griff und meistern den unsicheren Untergrund wie andere den flachen Erdboden. Spitzentrick ist eine Kopf-zu-Kopf-Balance auf tourendem Segway, während je zwei Stäbe in den Händen verwirbelt werden. Erleben Sie eine neue Variante des „Jonglierens auf Pferderücken“ und eine tolle Kombination aus klassischer Akrobatik und moderner Technik. (Neu und erstmals für München). 

FLASH OF SPLASH (Ukraine, Rußland) zeigen schwerelos schöne Flüge an den Strapaten. Sie beeindrucken mit einem luftigen Liebes-Traum in schwindelnder Höhe. Mit einem Hang zum Dramatischen setzen sie die Gesetze der Schwerkraft außer Kraft und gefallen mit Balancen und Posen in kraftvoller Leichtigkeit. Mit der richtigen Mischung aus Tempo und Entschleunigung, Nähe und Distanz präsentieren sie ein Luft-Schauspiel voll Magie, Musikalität und Moderne. Waghalsige Flugmanöver und riskante Abfaller sorgen für gelungene Gänsehaut-Momente unter der Circuskuppel. Ihre Spezialität aber sind verschiedene Variationen des Zahnhangs. Wenn sie einander im doppelten Zahnhang halten, sie als Oberfrau, er als rotierender Wirbel unten, ist das Staunen schier grenzenlos. „Endless Love“ – in dieser Perfektion wohl nur möglich durch die innige Beziehung der beiden Liebenden auch im wirklichen Leben. (Neu für München). 

FRATELLI CAVEAGNA (Italien) tragen einen klangvollen Namen und sind Absolventen der Academia d’Arte Circense aus Verona. Die beiden Musterathleten Davide (18) und Andrea (21) zeigen Klassiker der Hand-auf-Hand-Akrobatik, wie sie schöner und anspruchsvoller nicht sein könnten. Kraftzehrende Hebefiguren und extrem schwierige Balanceakte werden mit spielerischer Leichtigkeit präsentiert. Im Zeitlupentempo verbiegen sie sich nach allen Regeln der Circuskunst, sie stemmen, heben, rollen und drehen sich in allen Körperlagen perfekt. Ihr Balancegefühl ist unglaublich, ihre Trickfolge brillant. Krönender Abschluß ist die Kopf-auf-Kopf-Pirouette auf dem sich im Sitzen drehenden Bruder. Eindrucksvoll verbinden sie Kraft, Dynamik, Eleganz und Passion zu einer Hommage an die Möglichkeiten des menschlichen Körpers. Ausgezeichnet mit Silber auf dem New Generation Festival in Monte Carlo 2018. (Neu für München). 

EXTREME FLY (Ukraine) glänzen mit Weltklasse am Dreifach-Reck. Sie waren Leistungs-sportler, bevor sie Artisten wurden. Gleich zu viert fliegen sie in einem speziell konstruierten Dreifach-Reck durch die Lüfte und zeigen einzeln und synchron ihre Kunststücke in wirbelnder Perfektion. Gekonnt verknüpfen sie wagemutige Kombinationen mit Auf-und Abschwüngen, Riesenfelgen und Abgängen in Form doppelter Salti. Die Reck-Profis begeistern mit Sprüngen von Stange zu Stange im Ventilator-Tempo und beeindrucken mit weiten Flugpassagen vom sehr viel höheren Mittelreck. Fertig ist ein Meisterstück beherzter Artistik. Die tempogeladene 

Ensemble-Leistung beeindruckt Fachwelt und Publikum. Applaus und fünfmal die Note 10.0 für olympiareife Leistungen und eine Weltmeisterschaftskür at its best. (Neu für München). 

NIKOLAI TOVARICH (Großbritannien) übernimmt wie im vergangenen Monat die Rolle des Sprechstallmeisters und ist für die Regie verantwortlich. Das große Krone-Orchester steht unter der Leitung von OLEKSANDR KRASYUN (Ukraine). Die stimmungsvolle und farbenprächtige Lichtregie kreierte CELESTINO MUNOZ (Portugal). 

Transistor Nummer 9 im Deutschen Museum

Generaldirektor Wolfgang M. Heckl (li.) und Hans-Joachim Schulze (Infineon Technologies AG) präsentieren den Transistor Nr. 9 – einer der ersten funktoinsfähigen Transistoren – und einen Nachbau.

Das Deutsche Museum hat heute ein kleines, aber doch bedeutsames Stück Technik-Geschichte als Dauerleihgabe von der Firma Infineon erhalten. Der Transistor Nr. 9 wurde in den berühmten Bell-Laboratorien hergestellt, gelangte im Jahr 1952 zu Siemens in München. Von heute an ist das unscheinbare elektronische Bauteil Bestandteil der Ausstellung „Mikroelektronik“ im Deutschen Museum (Ebene 3). Der kleine Ausstellungsbereich bietet einen Ausblick auf die künftige große Dauerausstellung „Elektronik“ ab dem Jahr 2020 im Deutschen Museum.


Transistoren, verschiedene Bauformen
Foto: Benedikt Seidl

Ohne Transistoren würde kein elektronisches Gerät unserer Tage funktionieren (oder jedenfalls auf anderer technischer Grundlage). Transistor stecken in millionenfach in unseren Geräten. Heute in der Regel nicht mehr als einzelne Transistoren, sondern als Bestandteil hochintegrierter Schaltungen. Alle basieren auf diesem von vielen als „genialste Erfindung“ des 20. Jahrhunderts angesehen elektronischen Bauteil: dem Transistor.

Die ersten funktionierenden Transistoren konnten im Jahr 1947 von Wissenschaftlern der „Bell Laboratories“ in den USA gebaut werden. Einer dieser ersten Exemplare, gekennzeichet als 9. einer ersten Serie, gelangte 1952 in einer Streichholzschachtel und versehen mit einem handschriftlich erstellten Datenblatt nach Deutschland.

Viel Jahre galt er als verschollen, erst im Jahr 2006 war er wieder aufgetaucht. „Dieser Transistor ist ein wichtiges Dokument der Technologiegeschcihte und ein wichtiges Exponat für das Deutsche Museum“, freute sich Generaldirektor Wolfgang M. Heckl und erklärt: „Ohne den Transistor gäbe es die Elektronik, wie wir sie heute kennen, nicht. Ohne diesen Transistor Nr. 9 hätte es zu diesem Zeitpunkt auch keinen Aufbau der deutschen Halbleiterindustrie gegeben!“

Generaldirektor Wolfgang M. Heckl (li.) und Hans-Joachim Schulze (Infineon Technologies AG) präsentieren den Transistor Nr. 9 und einen Nachbau.

Nun ist der Transistor also im Deutschen Museum zu bestaunen. Das freut auch Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon. „Er war der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Mikroelektronik in Deutschland. Von speziellen Transistoren bis hin zu hochintegrierten Mikrochips, die unser tägliches Leben erleichtern. Damals wie heute sind Halbleiter von entscheidender strategischer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und ein wesentlicher Baustein für ein besseres Leben!“

Video: Hans Schultheiß

Das neue Ausstellungsstück hat eine spannende Geschichte. Wie der Transistor nach Deutschland kam, ist schon eine Art Technologie-Krimi. Im Jahr 1952 war der Transistor Nr. 9 als der erste seiner Art in die Bundesrepublik gesandt worden, in einer zeitgenössischen Streichholzschachtel. Diese neue Technologie war damals noch kaum bekannt, kaufen konnte man Transistoren damals noch nicht, elektronische Geräte wurden mit Elektronenröhren betrieben.
Aber schon Ende 1952 wurde entschieden, in München eine Halbleiterfabrik zu bauen (späterer Standort: Balanstraße). Die ersten bei Siemens ab 1953 hergestellten Transistoren sahen den Bell-Transistoren zum Verwechseln ähnlich und Siemens wurde zu einem führenden Halbleiter-Unternehmen.
Der Transistor Nr. 9 aber war über viele Jahre verschollen und tauchte erst im Jahr 2006 wieder auf: Ein langjähriger Siemens-Mitarbeiter im Ruhestand hatte ihn bei sich zu Hause aufbewahrt, präsentierte ihn dann seinen staunenden ehemaligen Kollegen und übergab ihn dem Historischen Archiv der Fa. Infineon.

Das Deutsche Museum hat nun einen kleinen Bereich in der jetzigen „Mikroelektronik“-Ausstellung (auf der Empore direkt über dem Bereich „Informatik“) eingerichtet, dort kann nun der Transistor Nr. 9 zusammen mit anderen wichtigen Elektronik-Exponaten besichtigt werden. Der kleine Bereich soll einen Ausblick geben auf die künftige Dauerausstellung „Elektronik“, die im Jahr 2020 eröffnet werden soll.

Münchner Christkindlmarkt 2018 – Vorweihnachtlicher Zauber

Foto (M): Haidhauser Weihnachtsmarkt mit Christkindlmarkt-Broschüre
Titelmotiv der Broschüre: Rosa Juchniewicz
(Landeshauptstadt München/Referat für Arbeit und Wirtschaft)

Münchner Chritskindlmarkt 2018 – Marktplan

Glühwein duftet und Engelshaar schimmert, es ist wieder Christ­kindl­markt-Zeit in München. Auf dem Münchner Marienplatz, geschmückt mit einem gute 25 Meter hohem Christbaum, – und drum herum – lädt der klassische Weihnachtsmarkt auch heuer Münchner und Touristen zum Bummeln, Schauen und Einkaufen ein. Vier Wochen lang, vom 27. No­vem­ber bis zum 24. Dezember geht sie, die Christ­kindlmarkt-Zeit.

Glühwein, Punsch – und Feuerzangenbowle – gehören zum Christ­kindl­markt, wie das Bier zum Oktoberfest. Preis­lich gibt es – noch – einen gewissen Unter­schied. Und wenn es wohl auch stimmt, was Kurt Kapp, kom­mis­sa­risch­er Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft während der gestrigen Pressekonferenz zur Vorstellung der Details des diesjährigen Christkindlmarktes anmerkte, dass man nämlich auf den Weihnachstmarkt gehe, um zu schauen und zu staunen und jedenfalls nicht, um die ganze Zeit auf den Geldbeutel zu achten – bei weitem nicht jeder hat einen Geldbeutel, der auch nur einen Besuch des Christkindlmarkts überhaupt erlaubt, außer – tatsächlich – lediglich zum Schauen und Staunen.


Dies gilt auch und besonders für Familien und Alleinerziehende, die Sozialleistungen erhalten – und die heuer nicht einmal für Ihre Kinder das eigentlich übliche Weihnachtsgeschenk der Stadt entgegennehmen können. Weil weder Jobcenter noch Ar­beits­agen­tur der Stadt Informationen über diesen Personenkreis geben dürfen. Ein Gruß der Datenschutzgrundverordnung.

Video: Hans Schultheiß, mit freundlicher Genehmigung von https://www.muenchnerschaufenster.de

153 sogenannte »Beschicker« tummeln sich auf dem Markt, der sich von der Jesuitenkirche St. Michael in der Neuhauser Straße über Kaufinger­straße und Marien­platz bis zum Alten Rathaus erstreckt. Und das ist nur ein Drittel derjenigen Betriebe, die sich beworben haben. Der Konsumcharakter auch des Christkindlmarktes zeigt sich zum Teil genau darin, dass die Zahl derjenigen, die an diesem Geschäft teilhaben wollen, die Zahl derjenigen, die berücksicht werden konnten, um das doppelte überschreitet.

Veranstaltungen, die eher den weihnachtlichen Charakter des Christkindl-Marktes ausmachen, wie »Singen unterm Christbaum« – zum Mitsingen – von alpenländischen Advents- und Weihnachtsliedern (Texthefte sollen kostenfrei verteilt werden, auch in Blinden- und Großschrift), ein weihnachtliches Musikprogramm, ein Kasperltheater im Durchgang zum Rat­haus­innen­hof, sind – neben weiteren – kostenlose Vergnügungen.
Erwähnenswert sicherlich auch die »Himmelswerkstatt«, eine Bastel-Aktion für Kinder, die dort kleine Weih­nachts­ge­schenke, Konfekt und dergleichen herstellen können: „eine himmliches Bastelfreude“ für Kinder von 6 bis 12 Jahren in der Rats­trink­stube im Rathaus.

Eine wichtige Neuerung: wegen der Bau­stelle am Rindermarkt entfällt heuer das beliebte »Sternenplatzl« hinter dem Ruffinihaus. Stattdessen wird die Sendlinger Straße (bis zur Dult­straße) zum »Sternenweg« – und bietet auch hier Verdienstmöglichkeiten, Weihnachtsdekoration und Weihnachtsstimmung in der Sendlinger Straße, die ja bereits vor einiger Zeit zur Fußgängerzone geworden ist.

Lichtinstallation am Ruffini-Haus

Lichtinstallation am Ruffini-Haus

Um den Besuchern den Weg zu diesem neuen Bereich des Christkindlmarkts zu weisen, hat das Referat für Arbeit und Wirtschaft eine weihnachtliche Licht­installation in Auftrag gegeben. Wie im Mär­chen, so fallen große Sterne an der Fassade des Ruffini-Hauses herab, dazu gibt es eine Weg­führung in Form von Dreiecken, deren Spitzen zum »Sternenweg« in der Sendlinger Straße weisen.

Das Programm des Münchner Christkindlmarkts 2018 wurde vom Referat für Arbeit und Wirtschaft gestern der Presse vorgestellt. Auch die Lichtinstalltation am Ruffini-Haus wurde vorgestellt, eingeschaltet gemeinsam vom kom­mis­sa­risch­en Leiter des Referats, Kurt Kapp, und von Stadrat Manuel Pretzl (CSU, Fraktionsvorsitzender).

Mehr Infos hier im Kasterl und im Internet: www.christkindlmarkt-muenchen.de.


Rahmenprogramm

Singen unterm Christbaum

Donnerstag, 29.11., 6.12., 13.12. und 20.12., jeweils 17 – 17.30 Uhr, Ort: Kripperlmarkt, vor der Michaelskirche. Eintritt frei.
Barrierefreie Veranstaltung mit Gebärdendolmetscher und mit Gebärdendolmetscher und In­duk­tions­schlei­fen­an­ge­bot. In Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und der freundlichen Unter­stützung der Markt­kaufleute des Münchner Christ­kindlmarkts.

Weihnachtliches Musikprogramm am Marienplatz

täglich 17.30 Uhr, am Eröffnungstag um 17 Uhr, am 24.12. um 12 Uhr

Himmelswerkstatt

Vom 28.11. bis 15.12. täglich 14.30 Uhr und 16.30 Uhr, Dauer: jeweils circa 1,5 Stunden, Ort: Rats­trinkstube im Rathaus (Eingang Fischbrunnen); Treffpunkt am Engerl-Sammelplatz: Rathauspforte am Fisch­brunnen Aktions­programm für Kinder von 6-12 Jahren; Basteln, Singen, Spielen unter Anleitung von Pädagogen und Künstlern.

Kasperl Zettl

Puppenspieler Nikolaus Zettl spielt für Kinder und Erwachsene Puppentheater an den Sonntagen 2.12., 9.12., 16.12. und 23.12., jeweils 14 und 15 Uhr, Dauer: jeweils 20 Minuten, Ort: Durchgang zum Rathausinnenhof (Prunkhof), Eingang Weinstraße.

Krampuslauf

1. Münchner Krampusgruppe Sparifankerl Pass an den Sonntagen, 9.12., 15 – 17 Uhr (großer Lauf) und 23.12., 16 – 17 Uhr (kleiner Lauf).

Städtische Krippe (1953 erbaut von Reinhold Zellner) im Prunkhof des Neuen Rathauses

Oberammergauer Großkrippe der Münchner Krippenfreunde e.V. auf dem Kripperlmarkt in der Neuhauser Straße

Münchner Krippenweg vom 27.11. 2018 – 2.2.2019: Rundweg zu den Krippen in den Kirchen der Innenstadt.

MVG ChristkindlTram vom 1.12. – 23.12., Mo – Fr 15.30 – 19 Uhr, Sa/So 11 – 19.30 Uhr, jeweils im 30-Minuten-Takt; Haltestelle am Sendlinger Tor, an allen Adventssonntagen Kinderprogramm.

Service für Besucher

Christkindlmarkt-Broschüre

Christkindmarkt-Broschüre: Zur Information ist die Broschüre (D, Eng, It) zum Münchner Christkindlmarkt erhältlich an den Marktständen, in den Tourist Informationen und im Internet: www.christkindlmarkt-muenchen.de.

Marktplan: Zur Orientierung finden Besucher im Marktgebiet
Übersichtspläne und Programm des Weihnachtsmarktes.

Christkindl-Post: vom 27.11. – 9.12., täglich 12 – 18 Uhr, Annahmestelle: Pförtnerloge im Durchgang des Neuen Rathauses zum Prunkhof. Sonderpostfiliale der deutschen Post AG bietet Briefmarken, Sonderstempel und Christkindlmarkt-Kuverts für die Weihnachtspost. Kinder bekommen Antwort auf ihre Briefe.

Packerlbus: an den Samstagen im Advent, 11 – 20 Uhr, am Deutschen Jagd- und Fischereimuseum, Augustiner-/Ecke Kaufingerstraße. Der MVV stellt einen Bus zur Gepäckaufbewahrung bereit.

Tourist-Information im Rathaus am Marienplatz:
Mo – Sa 9.30 – 19.30 Uhr, So 10 – 18 Uhr, 24.12., 10 – 14 Uhr, 25.12. geschlossen, 26.12. 10-18 Uhr

50 Jahre 1968
Nicht eingelöste Forderungen – Interview mit Alice Schwarzer

Alice Schwarzer (10/2010)
Foto: Michael Lucan

Alice Schwarzer, Stimme der Frauenbewegung in Deutschland und Chefredakteurin der Zeitschrift „Emma”, spricht über ihr ganz persönliches ’68 und die Herausforderungen der Frauen heute – vom Kampf gegen den Schleier bis hin zu #metoo. Am Donnerstag, 17. Mai 2018, diskutiert sie auf dem Grünen Sofa des Goethe-Instituts Rom mit der Schriftstellerin, Aktivistin und Freundin Dacia Maraini.

Autorin

Das Interview wurde geführt von Elisa Costa.

Elisa Costa, Pressereferentin des Goethe-Instituts Italien, hat an der Universität Rom Sapienza Ger­ma­nis­tik studiert. Auf­ge­wachsen in der Schweiz und in Afrika, hat sie außer­dem für verschiedene Zei­tung­en und Mar­ke­ting-Agenturen gearbeitet.

Copyright: Text: Goethe-Institut, Elisa Costa.
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Creative Commons Lizenzvertrag

Die Töchter der 68er, die heute 50 Jahre alt sind, haben Ihnen viel zu verdanken. Was vor allem?

Alles, was wir getan haben, haben wir ja immer auch für uns selber getan. Also haben unsere Töchter Feministinnen wie mir und Dacia Maraini zu verdanken, dass sie endlich rechtlich gleichgestellt sind, sogar in der Ehe, und ihnen die Welt offen steht. Theoretisch zumindest. Und dass sie trotzdem wissen, dass es noch viele reale Hürden gibt – äußere wie innere. Und unsere Söhne haben uns zu verdanken, dass sie keine Machos mehr sein müssen, sondern Menschen sein dürfen. Doch wir sind noch lange nicht am Ziel. Ein Patriarchat von mindestens 5.000 Jahren schafft man ja nicht in 50 Jahren ab.

Das letzte Cover der Zeitschrift „Emma” ist den iranischen Frauen und ihrem Kampf gegen das Kopftuch gewidmet. Die Kampagne „My stealthy freedeom“ fand weltweit großen Anklang, und zahlreiche Frauen haben Selbstporträts ohne Hidschab in den Social Media gepostet. Haben heute virtuelle Kundgebungen die realen Demonstrationen der 68er Jahre ersetzt? Und haben sie dieselbe Wirkung?

Die Demonstrationen von Feministinnen haben ja nicht 1968 stattgefunden – sondern ab Anfang der 70er Jahre. In Italien ab 1970, in Deutschland etwas später, ab 1971, ausgelöst von dem Protest gegen das Abtreibungsverbot. Es ist schwer zu sagen, welche Auswirkungen die Social Media haben. Es gibt positive Auswirkungen – wie die blitzschnell weltweit verbreitete MeToo-Kampagne – und negative: wie die globale Verbreitung des enthemmten, allgegenwärtigen Frauenhasses, in Form von Pornographie und Hassreden.

Als Sie nach den sexuellen Massenübergriffen der Kölner Silvesternacht Kritik am islamischen Fanatismus übten, wurden Sie hart angegriffen und des Rassismus bezichtigt. 2001 wurde eine andere Frauenrechtlerin und Journalistin, die Italienerin Oriana Fallaci, wegen eines Artikels zum Anschlag auf die Twin Towers ebenso scharf kritisiert und des Rassismus bezichtigt. Welche Erinnerungen oder Verbindungen haben Sie mit Oriana Fallaci?

Oriana Fallaci habe ich nie kennengelernt. Aber in der Tat: Ich erinnere mich an die Angriffe gegen sie. Inzwischen ist ja offensichtlich, dass der politisierte Islam, also der Islamismus, weltweit bestens vernetzt und organisiert ist – und jegliche Kritik am Scharia-Islam zu diffamieren und ersticken sucht mit der systematischen Unterstellung, es handle sich um „Islamophobie“ und „Rassismus“. Im Licht dieser Erkenntnis müsste man sich die Kritik an Fallaci nochmal ansehen.

In der Tat geht es auch mir seit langem genauso. Auch ich werde vor allem von Linken als Rassistin diffamiert. Seit 1979, als ich im Khomeini-Iran war und die Gefahr erkannt und benannt habe. Seither hat Emma kontinuierlich über die weltweite Offensive der Gotteskrieger informiert, und ich habe drei Bücher dazu veröffentlicht, von Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz, 2002, bis, 13 Jahre später Der Schock. Eine Analyse der Silvesternacht 2015 in Köln, in der über 2.000 junge Männer – überwiegend Marokkaner, Algerier und Araber, meist Illegale – randaliert und Frauen sexuelle Gewalt angetan haben. 674 Frauen haben damals Anzeige erstattet! Als ich über diese Fakten geschrieben und sie analysiert habe, war das Geschrei groß, vor allem bei Linken und Liberalen. Rassismus! Dabei hatte ich nur die Realität benannt: Nämlich, dass die Täter entwurzelte, brutalisierte junge Männer waren, mit einem patriarchalen Erbe aus ihren Heimatländern im Gepäck und zusätzlich verhetzt von Islamisten in europäischen Moscheen. Das soll Rassismus sein? Es ist das Gegenteil! Man muss diese Männer ernst nehmen. Denn wer die Probleme nicht benennt, kann sie auch nicht verändern – und tut damit nicht nur den Opfern unrecht, sondern auch den Tätern.

In ihrem letzten Buch „Meine algerische Familie” erzählen Sie von Ihrer nunmehr 25-jährigen Freundschaft mit einer algerischen Familie. Wollen Sie uns von den guten Seiten des Islam berichten?

Ich will mit dieser Reportage einfach klar machen, dass die ersten Opfer dieser fanatischen Islamisten die Muslime selbst sind! In Algerien sind in den 90er Jahren über 200.000 Menschen Opfer des von den Islamisten angezettelten Bürgerkrieges geworden. Das Land ist bis heute traumatisiert. „Es war wie Syrien. Nur haben alle weggeguckt“, sagen die Algerier. Mit „meiner“ Familie bin ich seit 25 Jahren befreundet. Der Grund: Ich habe damals meine Kollegin Djamila nach Köln geholt. Sie war in akuter Lebensgefahr. Denn die selbsternannten „Gotteskrieger“ haben als erstes die Journalisten umgebracht, 148 genau, jeden vierten. Die meisten haben die Jahre im Ausland überlebt. Heute ist Algerien eine Art autokratische Demokratie und gefährdet. Nicht, ein Gottesstaat zu werden, aber ins Chaos zu kippen. Das wäre ein Drama auch für Europa – und für Italien an erster Stelle. Denn Algerien ist ja der Nachbar von gegenüber. Es ist das Schlüsselland des Maghreb. Wenn Algerien kippt, kippt ganz Nordafrika. Dann gnade Europa Gott. Reichen wir also Algerien die Hand und unterstützen wir dort nicht die Islamisten, sondern die freiheitsliebenden, demokratischen Kräfte!

Was verbindet Sie mit Dacia Maraini?

Das erste Mal haben wir uns flüchtig kennengelernt, 1973 in Rom, zusammen mit Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre. Beim zweiten Mal sind wir uns 1979 in Belgrad begegnet. Da hatten sozialistische Wissenschaftlerinnen westeuropäische Feministinnen eingeladen. Und ich sehe noch wie heute, wie Dacia, die etwas später kam, zusammen mit Freundinnen den Konferenzsaal betrat: strahlend und in wehenden, bunten Kleidern. Wie ja überhaupt die Italienerinnen bei internationalen Treffen legendär waren: Sie fielen auf durch ihre spontane Radikalität, ihre übermütige Weiblichkeit und Lebensfreude. Wo ist das eigentlich geblieben?

Seither haben Dacia und ich Kontakt gehalten. Denn wir sind als universalistische Feministinnen Schwestern im Geiste. Zuletzt habe ich Dacia in Köln für Emma interviewt. Und ich freue mich sehr, jetzt in Rom mit ihr über die brennenden aktuellen Fragen diskutieren zu können, die uns beide bewegen: die Rolle der sexuellen Gewalt, die Radikalisierung des Islam, unsere Niederlagen und Siege. Und vor allem: Wie kann es weitergehen in Zeiten von Trump und Erdogan und der Erstarkung der Rechten nicht nur in Italien.


Traditionelles Geldbeutelwaschen im Münchner Fischbrunnen

Den eigenen Geldbeutel im Fischbrunnen zu waschen ist ein alter Münchner Brauch, der aus dem 15. Jahrhundert stammt. Waren es früher die Dienstboten, die am Aschermittwoch ihre leeren Geldbeutel im Fischbrunnen auf dem Marienplatz wuschen – und zwar um auf Ihre Geldnot und auf die Notwendigkeit höherer Entlohnung hinzuweisen -, so sind es heute Münchens Oberbürgermeister und der Stadtkämmerer, also Dieter Reiter und Dr. Ernst Wolowicz. Sie wollen durch diese Tradition sicherstellen, dass die kommunale Kasse auch heuer gefüllt bleibt.

Wer in München zugezogen ist, wird – in aller Regel – von den Alteingesessenen auf diese Tradition hingewiesen und mit etwas Glück sogar auf den Marienplatz beordert – oder mitgeschleppt. Die politische Stadtspitze, Mitglieder der Schicki-Micki-Gesellschaft (aber nur wenige) echte und zugereiste Münchner treffen sich dort, und auch heuer war dies wieder so.

Bei Freibier und Blasmusik wuschen also OB Reiter und Stadtkämmerer Dr. Wolowicz ihre und der Stadt Geldbeutel durch symbolisches Eintauchen – und hatten eine rechte Freude dabei. Und die Prominenz aus der Stadtgesellschaft tat es ihnen gleich, wie auch auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus dem ehrenamtlichen Stadtrat – sowie im Anschluss an diese … die Münchnerinnen und Münchner selbst. Wen die kühlen Temperaturen nicht hinderten, der – oder die – kam nicht nur wegen des Freibiers. Immer mehr Münchnerinnen und Münchner haben’s Geldbeutelwaschen tatsächlich nötig – hoffend, dass der Beutel sich nicht leeren möge – und so herrschte dann auch ein entsprechender Andrang am Fischbrunnen.

OB Dieter Reiter: „Auch wenn‘s nicht bewiesen ist, dass der Brauch wirklich hilft – geschadet hat er jedenfalls noch nicht. Deshalb probieren wir’s jedes Jahr wieder und ich drücke die Daumen, dass es was bringt.“ Hoff ma’s, Glaube versetzt bekanntlich Berge.