Die Mitwirkenden an den Kaugummi-Aktionen (von links): Studentin Ann-Kathrin Häupl, Marc Herrlinger, Tourismus-Chef Götz Beck, Studentin Anna Huschka, Prof. Stefan Bufler, Stefanie Rohde (Leiterin Fahrbetriebe swa), Umweltreferent Reiner Erben.
Bildnachweis: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Bunte Aktionen zeigen in der Innenstadt einen Monat lang die beste rückstandsfreie Entsorgung unterwegs

  1. Aktion „Kaugummizettel“: Einwickelpapier
  2. Aktion „Kaugummikästen“: Entsorgung
  3. Ideen von Hochschulstudenten umgesetzt

Unvermeidlich klebt er am Schuh. Kaugummis im öffentlichen Raum sind ein Ärgernis. Beim Flanieren durch die Fußgängerzone oder Warten an der Haltestelle hängt er sich an. Aus der kleinsten Ritze der Schuhsohle lässt er sich nur mühsam wieder herauskratzen. Einfach weggespuckt, hinterlässt er in der Innenstadt auch auf dem erst vor ein paar Jahren neu verlegten Pflaster seine Spuren. Das ist nicht in Ordnung. Die Stadt stellt sich nun der Herausforderung: Mit zwei originellen Aktionen, die einen Monat lang laufen, zeigt sie den Kaugummi-Kauern nun rückstandslose Alternativen auf.

Zum einen mit der Aktion „Kaugummizettel“: An sechs Standorten in der Augsburger Innenstadt, vor allem in den Haltestellenbereichen, werden DIN A4 Zettel mit Abreißstreifen aufgehängt. Damit besteht die Möglichkeit, den benutzten Kaugummi vor dem Entsorgen in ein Papier zu packen. So bleibt er nirgendwo kleben und kann unkompliziert in einen Papierkorb geworfen werden. An folgenden Standorten werden die Kaugummi-Zettel zu finden sein: Rotes Tor, Universität, Rathausplatz, Moritzplatz, Königsplatz, City Galerie.

Die zweite Aktion, die umgesetzt wird, ist die der „Kaugummikästen“. Es werden an vier Standorten – mit besonders starker Kaugummiverschmutzung – bunte Kästen an Laternenpfosten angebracht. Sie dienen als Entsorgungsmöglichkeit für Kaugummis und sollen ein Papier zum Einwickeln der Kaugummis bereitstellen. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, sind die achtlos weggespuckten und bereits auf dem Boden klebenden Kaugummis mit auffallendem magentafarbenen Lack bemalt. Folgende vier Standorte zwischen Königsplatz und Rathausplatz wurden ausgewählt: Fuggerplatz 1, Annastraße 36, Moritzplatz 2 und Maximiliansstraße 4.

Verantwortliche Studenten

Marc Herrlinger und Anna Huschka (Kaugummizettel)
Ann-Kathrin Häupl, Lina Lorenz, Chiara Mayr und Noemi Palczynska (Kaugummikästen)


Die Aktion geht zurück auf eine Initiative von Umweltreferent Reiner Erben und wurde in Zusammenarbeit mit Tourismus-Chef Götz Beck von Prof. Stefan Bufler von der Hochschule Augsburg in einem Projekt des 1. Semesters Kommunikationsdesign aufgegriffen. Aus vielen spannenden Ideen der Studierenden wurden Siegerprojekte gekürt, die nun in der Innenstadt umgesetzt werden. Ziel ist es, mit dieser „Kaugummi-Challenge“, die auch von den Stadtwerken Augsburg und der AVA Abfallverwertung Augsburg unterstützt wird, einen Beitrag zum pfleglichen, wertschätzenden und umweltbewussten Umgang mit der Augsburger Innenstadt zu leisten.

Quelle: PM 18.08.2018

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