Simone Burger (DGB Region München), Weihbischoff Rupert Graf zu Stolberg, Uli Hoeneß (FC Bayern), Stadtdekanin Barbara Kittelberger, Charlotte Knobloch (Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern), Martin Kušej (Intendant Residenztheater), OB Dieter Reiter, Christian Schottenhamel (DEHOGA Bayern)
Foto: Michael Lucan

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat heute mit einigen prominenten Persönlichkeiten aus der Münchner Stadtgesellschaft dazu aufgerufen, wählen zu gehen.

Ihr gemeinsames Statement – für die Grundwerte unserer Verfassung – lautet: “Diese Wahl wird uns alle betreffen. Sie kann unser Land verändern: Sie wird zeigen, in welchem Bayern wir leben wollen und welche Werte und Ziele die Politik in den kommenden fünf Jahren prägen wollen.
Offenheit, Respekt und Toleranz sind die Ideale, die Bayern zu Bayern und München zu einer Weltstadt mit Herz machen. Diese Ideale ermöglcihen erst unsere Freiheit und unseren Wohlstand. Sie sind Grundpfieler unseres gemeinsamen Erfolges.
Offenheit, Respekt und Toleranz machen München und Bayern lebenswert.
Sorgen Sie bitte mit Ihrer Stimme dafür, dass das auch nach der Landtagswahl so bleibt.”

Im Anschluss an die Veranstaltung erklärte OB Reiter: “Hier bei uns kann jeder sein Wahlrecht wahrnehmen. In anderen Ländern wird darum gekämpft. Wir haben gottseidank hier freie Wahlen, und das sollen die Menschen auch wahrnehmen. Zum Zweiten geht’s natürlich darum, dass wir in Bayern vor einem politisch interessanten Scheideweg stehen.

Ich möchte einfach alle Wählerinnen und Wähler darum bitten, nochmal darüber nachzudenken – spätestens in der Wahlkabine -, wen man denn wirklich wählt.
Ich glaube, dass es tatsächlich unbedingt Nachdenken braucht, wem man seine Stimme gibt. Man sollte einfach ein zweites Mal darüber nachdenken, ob man Thesen Glauben schenkt, die nur auf Populismus abzielen und Parteien tatsächlich eine Stimme gibt, die im Grunde nur mit einem einzigen Thema unterwegs sind, und das seit Jahren.
Ich glaube, so kann man keine erfolgreiche Politk machen, so kann man keine Politik für die Menschen in Bayern machen.

Alle politischen Parteien versuchen ja – zumindest dem Grunde nach -, in eine Regierungsverantwortung zu kommen. Außer der einen Partei, die sich garnicht als Teil der demokratischen Regierungsbildung sieht. Und da muss man an die Wählerinnen und Wähler appellieren, doch mal darüber nachzudenken, sich zu informieren: Was habe ich davon, wen ich wen wähle?
Die Grundfrage jeder Wählerin und jeden Wählers: Was nutzt es mir, wenn ich die Stimme der A-, B- oder C-Partei gebe? Ich bin ganz sicher, wenn sich die Wählerinnen und Wähler das noch mal fragen: Was habe ich davon, wenn ich diese oder jene Partei wähle, dann wird es ein Ergebnis geben, das sich zumindest in Bayern von dem unterscheidet, wie wir es leider im Osten der Republik sehen.

Deswegen bin ich auch nicht alleine hier, sondern viele Prominente, die das genau so sehen. Wir müssen die Politik verteidigen. Wir müssen alles verhindern, was letztlich am Rand stehenden Parteien die Möglichgkeit gibt, unsere Demokratie zu beschädigen.
Deswegen haben wir uns heute getroffen und rufen auf, demokratisch zu wählen. Rufen auf, darüber nachzudenken, wem man seine Stimme gibt.

Und dann bin ich immer noch guter Hoffnung, dass viele Menschen sich entweder für die eine oder andere Seite entscheiden. Je nachdem, welches Programm sie besser finden.
Aber auch, dass diejenigen, die wir nicht im Parlament sitzen haben wollen, vielleicht wenigstens nicht so stark sind, wie es zu befürchten ist.”

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